Mittwoch, 18. Oktober 2017

                                                               

Wir über uns

Nachwuchssorgen bei der Freiwilligen Feuerwehr und der Berufsfeuerwehr führten 1965/1966 zu Überlegungen, eine Jugendfeuerwehr zu gründen. Am 3. Februar 1967 kam es zur Gründung der Jugendfeuerwehr Essen-Ostviertel. Im Laufe der vergangenen 43 Jahre wurden weit über 1000 Jugendliche geworben. Davon sind einige in die Freiwillige Feuerwehr gewechselt und viele haben das Hobby zum Beruf gemacht, indem sie bei verschiedenen Berufsfeuerwehren ihren Dienst versehen.


Da das Interesse an der Jugendfeuerwehr immer weiter gestiegen ist, hat man sich 1991 dazu entschlossen, weitere Gruppen zu gründen. Derzeit gibt es 12 Jugendfeuerwehrgruppen: Nord-Ost, Kray, Horst-Eiberg, Steele, Kupferdreh, Heisingen, Werden, Burgaltendorf, Kettwig, Borbeck, Altenessen und Margarethenhöhe. Jede Gruppe ist für verschiedene Stadtteile zuständig, sodaß das gesamte Stadtgebiet abgedeckt ist. Die Aus- und Fortbildung der Jugendlichen erfolgt ausschließlich in der Freizeit, zum Teil an Wochenenden. Die meisten Jugendfeuerwehrwarte und Betreuer kommen selbst aus der Jugendfeuerwehr und sind heute aktive Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr.

2009 hatte die Jugendfeuerwehr Essen einen Bestand von 200 Jungen und 19 Mädchen im Alter von 10 - 18 Jahren. Hinzu kommen noch 12 Jugendfeuerwehrwarte und 52 Betreuern.

Die Jugendfeuerwehr Essen beteiligte sich an Fahrten nach England (1971) und am internationalen Zeltlager (1982) in Holland sowie an Besuchen und Gegenbesuchen in Berlin, Bielefeld, Bergkamen, Aachen, Kreis Soest, etc. . Seit 1970 ist das hessische Mittelgebirge am Hohen Meißner erklärtes Erholungsgebiet der Jugendfeuerwehr Essen. Dem Umweltbewusstsein folgend, wurden in Verbindung mit dem hessischen Forstamt Pflegearbeiten zur Erhaltung des gefährdeten Waldbestandes durchgeführt. Seit 1990 bestehen Kontakte mit den Feuerwehren in Erfurt und Wahlhausen.

1997 fuhren ca. 100 Jugendliche und Betreuer zu einer Wochenendfahrt nach Hartenrodt (Hessen). Hier wurden mit der Hartenrodter Jugendfeuerwehr gemeinsame Aktionen gestartet. 1999 fand dann das erste Jugendfeuerwehrfußballturnier statt. Im gleichen Jahr bekam die Jugendfeuerwehr Essen ein MTF durch RTL und Michael Schumacher gesponsert. Im Herbst fuhr eine Delegation von 10 Mann (THW und JF) nach Marokko zu einem Informationsaustausch. Eine marokkanische Delegation war kurz zuvor Gast in Essen.

Die Jugendfeuerwehr nimmt an Schulfesten, Stadtteilfesten und ähnlichen Veranstaltungen teil. Die Tage der offenen Tür bei der Feuerwehr Essen werden von der Jugendfeuerwehr mitgestaltet.

In den Jahren 2000 und 2009 nahmen diverse Gruppen an den Aktionen "Power im Pott" bzw. "72 Stunden" teil. Hierbei mussten innerhalb von 72 Stunden Aufgaben erfüllt werden, wie z.B. Renovierung und Umgestaltung eines Spielplatzes, Gestaltung des Tiergeheges Kray, Reinigung und Umgestaltung von Kindergärten und Kindertagesstätten etc.

2005 organisierte die Jugendfeuerwehr Essen in Zusammenarbeit mit der Deutschen Jugendfeuerwehr das "Deutsch-Polnische-Jugendleiter-Seminar" in Essen. Hier trafen sich 51 Teilnehmer aus Polen und Deutschland zum Informations- und Erfahrungsaustausch. Tagungs- und Übernachtungsstätte war die Flugschule auf den Dilldorfer Höhen mit einem herrlichen Ausblick über das Ruhrtal.

2008 fand nach 30 Jahren erstmals wieder eine Leistungsspangen-Abnahme in Essen statt. Auf der Bezirkssportanlage Essen-Überruhr zeigten über 50 Gruppen aus NRW ihr Können. Hier gab es Disziplinen, wie Löschangriff, Staffellauf, Kugelstoßen, Fragenbeantworten etc.

Wie schon erwähnt, wird in den Jugendfeuerwehren nicht nur feuerwehrtechnische Ausbildung geleistet, sondern auch allgemeine Jugendarbeit. Bei der feuerwehrtechn. Ausbildung erlernen die Jugendlichen alles, was sie auch später in der Freiwilligen Feuerwehr wissen müssen. Viel Anklang bei den Jugendlichen finden die bei einigen Gruppen stattfindenden „Tage der Berufsfeuerwehr“.

Die Jugendlichen verbringen dann eine „24-Stunden-Schicht“ auf der Feuerwache und spielen den Alltag einer Berufsfeuerwache nach. Dazu gehören: Fahrzeugübernahme, Unterricht, Dienstsport, Essenzubereitung etc. Natürlich wird der Dienstablauf auch immer wieder durch „Einsätze“ unterbrochen. Auch in der Nacht. Die Einsätze sind natürlich nicht echt. Halt ein ganz „normaler“ Arbeitstag einer Berufsfeuerwehrwache.

Jede Jugendgruppe arbeitet selbständig in ihrem Bereich, unterstützt durch die zuständige Freiwilligen Feuerwehr. So wurden Besichtigungen durchgeführt (Schmiedehammer, Bandweberei, Bergbaumuseum etc.), aber auch Zeltlager durchgeführt, Fahrradtouren gemacht, Nisthilfen für Vögel gebaut, und vieles, vieles mehr.

Auch für die Zukunft ist die Jugendfeuerwehr eine Nachwuchsorganisation, deren Bedeutung nicht unterschätzt werden darf. Denn nicht nur in den Berufsfeuerwehren stellen sich zur Zeit wieder Nachwuchsprobleme ein, auch bei der Freiwilligen Feuerwehr könnte der Andrang stärker sein.



DIE FEUERWEHREN   RETTEN  -  LÖSCHEN  -  BERGEN  -  SCHÜTZEN